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Dienstag, 12. Dezember 2017

Erleben Golfschwung

Den Golfschwung von der Funktion der Hände aus gelernt.

Aus den „7 Gemeinsamkeiten“ des Golfschwungs, also die 7 Elemente die jeder Golf-Pro und Scratch Golfer ausführt, um Energie über den Schläger auf den Ball zu bringen, habe ich die zwei wichtigsten herausgearbeitet, die für Amateure, höhere Hcp Spieler (die auf ihrem Hcp „sitzen“ bleiben) und Senioren geeignet sind, den Schläger auf Tempo zu bringen. Die anderen 5 Elemente müssen nicht so ausgeprägt sein und richten sich sehr gut danach, so gut sie können, was nicht so wichtig ist, wenn der Fokus beim Lernen auf diese 2 Tools gelegt wird.


Tool 1.) Rechte Hand bringt den Schläger während vorauseilender Hüfte in die richtige Position.

Tool 2.) Voller Durchschwung mit linkem Arm alleine: Dabei ist der Körper in der Lage, das richtige Maß an Unterstützung beizusteuern und läßt den Schläger überraschend schnell werden. Auch SIE können dieses Element ausführen, welches man häufig auf der Tour im Fernsehen sieht (Hüfte bleibt „im Treffer“ stehen, geht sogar leicht zurück)!


Tool 1.)

>Die Angst, den Schläger im Abschwung nicht in die richtige Position zu bringen, verhindert das Schnell-Werden-Lassen der Arme.

>Nur wenn der Körper weiß, dass die rechte Hand den Schläger schon im Übergang in die richtige Position gebracht hat, wird er sich trauen, die Arme voll zu unterstützen und sie schnell werden zu lassen.

>HG lernen, wann sie „locker“ sein müssen (die Beugung erlauben) und wann sie wieder stark werden müssen (vom „Anschlag“ im Übergang bis nach dem Treffer).

>Wenn dem Körper die Funktion der rechten Hand bekannt gemacht wird, die den Schläger schon im Übergang in die richtige Position bringt (und die Arme in die richtige Ebene), tut er alles, um die Arme schneller zu machen.

>Die richtige Ebene ist ein Körpermaß, die sich aus den Möglichkeiten der Handbeuge und der Masse des zurückbleibenden Schlägers ergibt. Die Ebene entsteht automatisch, wenn sich die HG in ihrer idealsten Position befinden (der Belastung entsprechend), um vom Körper die ideale Unterstützung für Geschwindigkeit zu bekommen.

>Die Position (und Kraft) der Handgelenke bestimmt, wie viel der Körper die Arme an-beschleunigt und unterstützen wird. 

>In der richtigen Position können die HG fast 4x mehr Kraft abgeben (und aufnehmen), wovon das Schnell-Werden der Arme abhängt.

> Die kleine Bewegung 0900 bis 0300 reicht aus, um den Schläger schnell zu machen (square, bereits im Übergang), um sein Eisen 6 120m weit zu schlagen. Bogey-Runde oder Hcp 18.

>Ein „Zudrehen“ des Schlägerkopfs - das anfälligste Tool für Streuung und langsame Arme - fällt aus, weil er nie offen war.


Tool 2.)

>Linker Arm alleine Schwingen (nur die linke Hand greift den Schläger), ist der Beweis, das der Körper genau weiß was er tun muss, um die Arme schneller werden zu lassen. (Hüfte bleibt stehen, geht sogar - zum Balance-Ausgleich - ein wenig zurück, wie bei McIlroy,  Kaymer, nahezu allen asiatischen Damen u.v.a., bei sehr schnellem Arm.)

>Linke Hand alleine ist zu schwach um den Schläger manipulieren zu können (sie ist automatisch in der richtigen Position), was beweist, dass der Körper die Arme nur schneller werden lässt, wenn er den Schläger in der richtigen Position weiß.

>Weiters sind daraufhin - im vollen und sehr schnellen Schwung - beide Hände nicht in der Lage den Schläger zu manipulieren, ihn aus seiner richtigen Position zu bringen (die Ebene zu verlassen).

>Im Gegenteil, wenn man versucht, um den Schläger „leichter“ zu machen, mit den Händen im Übergang viel Druck Richtung „Auflösen“ auszuüben, werden sich die Arme aufgefordert fühlen noch schneller zu werden. Die Hände können bei noch höherer Geschwindigkeit noch weniger manipulieren.

>Beim sog. „früh Schlagen“, den Winkel zu früh auflösen, sind die Hände dazu nur in der Lage, wenn man die Arme langsam genug bewegt. Spannung wird meist im Übergang verloren. Die Angst, den Schläger erst im Abschwung (über die Hände) in die richtige Position bringen zu müssen, erlaubt den Armen nicht schneller zu werden. (Es liegt die Vermutung nahe, dass das zu frühe Auflösen, nicht aus der unabsichtlichen Winkel-Veränderung passiert, sondern aus dem „zu frühen Zudrehen wollen“ des Schlägerkopfs, aus Angst, nicht square an den Ball zu kommen.)

>Bei radial/ulanrer Bewegung der Hände, werden die HG nicht in der Lage sein, den Schläger - während die Arme im Abschwung schneller werden sollen - in die richtige Position zu bringen. Die Reaktion, einen übertriebenen Lag spielen zu wollen, ist die Folge!

>Oder der Körper bewegt sich auf eine bestimmte Art und Weise, damit der Schläger in die richtige Position kommt; was nicht seine Aufgabe ist und womit die Meisten - so wie ich 10 Jahre - viel Zeit verbringen.  Nicht „eine bestimmte Bewegung des Körpers“ bringt den Schläger in die richtige Position! Die „richtige Position des Schlägers“ versetzt den Körper erst in die Lage, die Arme richtig zu unterstützen und schnell werden zu lassen.

>Der Körper ist einzig und allein dazu da, den Armen zu erlauben schnell zu werden, was er nur tut, wenn der Schläger in der richtigen Position ist und nicht umgekehrt.




Schritt 1
>Pendelbewegung mit der liegender 8:, mit gegengleicher Hüfte. Wir verstehen, dass die Hüfte nach vor geht, wenn der Schläger zurück, nach hinten schwingt. (von 0900 bis 0300)
>Konzentration der Pendelbewegung: Bewegung bekommt einen anderen Rhythmus, doppelt so langer Aufschwung wie Durchschwung (wie im vollen Schwung), rechte Hand bringt den Schläger durch das zurückbleiben der Masse in die richtige Position. VON HINTEN!
>Arme von oben, Schläger von hinten!
>Spüren der rechten Hand! Schlägerposition!
>Griff: Kannte des Schlägerkopfs zeigt bei 0900 NICHT zum Himmel (offen) sondern ist so wie die Wirbelsäule nach vor geneigt. (Tigers neues Standbild, es spricht sich langsam herum ...  u.v.a.)
Spüren, dass Aufschwung VOR der re. Handbeuge im Übergang abgeschlossen ist. Abschwung beginnt mit vorauseilender Hüfte, währen die Masse des zurückbleibenden Schlägers die rechte Hand beugt und den Schläger in die richtige Position (nach hinten) bringt.
>HG lernen, wann sie „locker“ sein müssen (die Beugung erlauben) und wann sie wieder stark werden sollen. (Beuge „am Anschlag“ bis nach dem Treffer.)
>Chips, mit Festhalten des Schlägers nach „Treffer“, Schläger-Kannte parallel zum Boden.
>Rechter Armschub!

Schritt 2
>Linker Arm alleine, zeigt den Armen, wie schnell sie werden können, wenn sich Schläger in der richtigen Position befindet. (Manipulieren des Schlägers mit nur einer Hand nicht möglich)
>Größer werden der Chip-Bewegung. Gleiches Muster!!!
>Sie sind bereits in der Lage, eine Bogey Runde zu spielen, sie schlagen ihr Eisen 6 120m

Schritt 3
>Je größer die Chips-Bewegung wird, desto kleiner wird die Bewegung der rechten Handbeuge nach hinten. Bis hin zu keiner Handbeuge (!), was nicht möglich ist, wenn man gelernt hat über die beiden Tools den Schläger schnell werden zu lassen, da die Masse des Schlägers zu groß wird. Er wird immer nach hinten „ausweichen“ um in die richtige Position zu kommen, wenn ich den Armen erlaube, schnell zu werden.

Schritt 4
>Die Erkenntnis, dass die Masse des zurückbleibenden Schlägers im Übergang zu schwer ist, um von den Händen manipuliert werden zu können.
Was so viel bedeutet, die Arme werden nur so schnell werden, wie es die Hände aushalten, ohne in den HG Schmerzen zu verursachen! (Sich vorstellen, ich halte eine Eisenstange, gerade so schwer, dass ich sie noch um den Körper schwingen kann, und versuche die Arme schneller werden zu lassen; man würde sich die HG brechen.
Wie bereits nachgemessen, ist in den Händen die größte Belastung im Übergang. Die Stellung der rechten Hand sollte dorsal und „am Anschlag“ sein. (Kleine Griff-Korrektur ist von Vorteil, sonst wird die rechte radial winkeln.) Weiter kann sich die rechte Hand nicht beugen. Wenn die Arme in die Beuge hinein noch schneller werden würden, als es die HG aushalten, würden sie schmerzen. Ergo, werden die Arme nur so schnell werden, wie es für die HG angenehm ist.
>Nun kann man den Schläger indirekt noch leichter machen, in dem man im Übergang in den HG einen Gegendruck erzeugt, der die Masse des zurückbleibenden Schlägers verringert und den Armen zusätzlich erlaubt, schneller zu werden. Haben wir bisher die Arme nur so schnell werden lassen, wie es die HG „am Anschlag“ ausgehalten haben, setzen wir der Masse einen Druck entgegen, der den Schläger indirekt „leichter“ macht, und die Arme noch schneller werden lässt. Die Hände können im höheren Tempo noch weniger manipulieren.

Schritt 5
>Was der Körper noch nicht - zumindest nicht von selber - weiß, dass der Schläger noch schneller wird (ja, es geht noch was), wenn man am Beginn des Abschwungs leicht in die Knie geht um über die Körperstreckung in den Treffer hinein (noch) mehr Geschwindigkeit zu generieren.
Die Geschwindigkeit des Schlägerkopfs kommt aus der Streckung des Körpers. Etwas was schnell nach unten soll, muss eine Gegenbewegung nach oben haben, die dies ermöglicht.

Annäherungen innerhalb 80m (ab da können die meisten Golfer bereits einen vollen Schwung spielen) werden besser mit den schwachen Dreh-Muskeln des Oberkörpers gespielt. Weil sie eben schwächer sind, sind sie auch leichter dosier-bar („Gefühls-Schlag“). Flacher Aufschwung, dreh-betont, Hüft-Bewegung zum Ziel und Abschwung der Arme starten gleichzeitig. Wenig „Vorspannung“ über vorauseilende Hüfte erforderlich. Spielen sie diese Schläger aus der Drehung, Arme von 0900 bis 0300. Kerze/Kerze.


Conclusio
Alles ist möglich: Steil ausholen, grade ausholen, flach ausholen … lassen sie die Arme im Aufschwung etwas länger gestreckt, um die Handbeuge noch besser zu spüren. Die HG werden den Schläger immer in die richtige Position bringen: Bitte wählen sie aus!
Ob sie es bevorzugen, den linken Arm leicht gebeugt zu lassen oder zu Strecken, wird der Körper für sie entscheiden.
Ihr Körper wählt durch die neue Erkenntnis "Erleben Golfschwung" nicht nur die Geschwindigkeit der Hüfte, sondern auch was ihm gut tut. Es wird auch bald bekannt, dass eine Bewegung des Körper ohne lateraler Verschiebung nicht „förderlich“ ist. Wie soll etwas, was sich dynamisch von hinten nach vor, von oben nach unten und von links nach rechts bewegt, in einer kreiselartigen „Starre“ bleiben?
Der Körper wird beim Lernen des Golfschwungs über die Hände nie etwas tun, was dem Köper schadet. Er ist gewohnt immer nur so viel zu unterstützen, wie es der schwächste Teil unseres Körper aushält. Die Handgelenke! Warum also die Handgelenke nicht am Beginn des Abschwungs in die richtige Position bringen um den Körper das schnell werden der Arme zu erlauben?

Mit der ulnar/radialen Bewegung im Abschwung, die HG in die richtige Position zu bringen, also zu einem Zeitpunkt in dem die Arme schneller werden sollen, ist ein langwieriger Prozess. Es ist nur den hartnäckigsten Trainierern vorbehalten den Schläger schneller werden zu lassen und gleichzeitig das Schlägerblatt (irgendwann :) square zu stellen.
Die Arme werden nur schnell werden wollen, wenn die HG den Schläger bereits im Übergang in die richtige Position gebracht hat.


Euer Prof. Groover

Donnerstag, 16. März 2017

Die Philosophie des Lernens!



Der Golfschwung ist ein Erlebnis!
Wenn ich etwas unternehme, möchte ich etwas erleben.
Ich kann nicht verlangen, wenn ich dies und jenes mache, werde ich etwas erleben. 
Ich werde eine Inspiration suchen, die ein bestimmtes Gefühl herstellt, welches das Erlebnis erst möglich macht ...

Wenn man nur technisch lernt, was man tun soll damit man den Ball besser trifft (und man trifft ihn dann vielleicht auch besser und freut sich auch vielleicht), und man kennt den Weg über die Inspiration zu dem Gefühl nicht, ist es kein Erlebnis!

Der Golfer sucht beim Spiel ein Erlebnis!
Wäre das nicht super, wenn du beim Schlag über die Inspiration, über das Verlangen, ein bestimmtes Gefühl kennen lernst, welches auch bei schlechten Treffern vorhanden ist?

Es ist wie bei einem Musikstück welches man selber spielt. Es spielt für den Spieler keine Rolle, wie viel Fehler er macht; das Erlebnis des Musizierens  ist immer vorhanden. Der Schüler kann sogar das Stück einige sec. unterbrechen, weil die Finger es noch nicht können oder weil er es im Moment vergessen hat wie es weiter geht ... das musikalische Erlebnis BLEIBT FÜR IHN DABEI NICHT STEHEN ... er mekrt gar nicht, dass für den Zuhörer eine Unterbrechung war, für ihn ist das Erlebnis einfach weiter gegangen. 


Über eine einfache Bewegung die jeder sogleich spüren kann, ist es möglich, sich inspirieren zu lassen und über ein Gefühl ein Erlebnis des Schlagens herzustellen, welches auch bei schlechteren Treffern vorhanden bleibt.

Kann Golf schöner sein?

Euer
Prof. Groover


Dienstag, 26. Januar 2016

Mein spezifischer Schwung

Hallo liebe Freunde! Reden wir mal Klartext: :) 

Angeregt durch einen Gedankenaustausch mit einem Freund möchte ich ein "Gespräch" eröffnen. Es betrifft das Thema: 
"Mein spezifischer Schwung"

Ich gehe von einer radikalen Theorie aus (wie immer) dass es diesen Schwung mit den meisten herkömmlichen Lernmethoden nicht gibt. Radikal deswegen, weil man es auch anders sagen könnte. zB: „Könnte beim Trainieren etwas gefunden werden, in Richtung optimaler oder spezifischer Schwung, welcher von selbst entsteht?

WAS? wie soll das gehen?  … werden jetzt vielleicht einige aufschreien.
Aus einem einfachen Grunde. Weil ich glaube, dass die Bewegung des Golfschwungs, das Lernen, ein sehr langwieriger Prozess ist. Im Grunde suchen wir alle nach Möglichkeiten, in kürzerer Zeit ein besseres Ergebnis zu bekommen, am Besten mit möglichst wenig Trainingsaufwand. 

Wie ist das möglich? Wenn doch der Bewegungsablauf so kompliziert ist?
Ich denke, erst wenn man sich davon befreit hat, seinen Schwung in eine bestimmte Richtung erziehen zu wollen, wird man sich öffnen und eine Bewegung zulassen können, die der Körper für einen (zur Zeit) zur Verfügung hat.

Am Besten gelingt das, wenn wir versuchen auf der Range keinen vollen Schlag zu trainieren. Warum? Es ist nur wenigen begabten Menschen vorbehalten, an so viele Dinge gleichzeitig denken zu können, was man nicht alles beachten sollte. Es wird sich heraus stellen, dass wir überfordert sind und jedes Training kann sich sehr schnell kontraproduktiv auf die Entwicklung auswirken, die man ja eigentlich schneller vorantreiben möchte. Wir erreichen genau das Gegenteil, der Schwung wird immer verkrampfter, man gewöhnt sich immer mehr sog. Kompensationsbewegungen an, weil wir vergessen haben, wie die Kommunikation zwischen Hirn, Muskeln und Wunsch funktioniert. 

Jetzt kommen wir zum Punkt.
Wenn wir versuchen würden, nicht unseren Schwung zu finden, sondern unsere Übung(en) für den Schwung, würde sich die Aufgabe(n) als lösbar herausstellen. Das motorische Gedächtnis wird trainiert, die einzelnen Aufgaben die man sich stellt werden erledigt, abgespult, gespeichert. Ich will gar nicht wissen, wie sich dieses Training auf die Gesamtbewegung meines Schwungs auswirkt, ich will es auch nicht auf einem Monitor sehen, ich weiss nur, dass sich der Körper durch die Übungen seinen Schwung selber zusammensetzt. Vorausgesetzt ich kann es zulassen.

Wenn ich dann vor dem Ball stehe und abwechselnd zum Ziel und dann wieder zum Ball hinab blicke, werde ich ein Vertrauen aufbauen können, dass mein Körper für diese Situation (die man im übrigen jedesmal neu erlebt) die geeignete Bewegung zur Verfügung hat.

Viele gescheite Menschen können nachweisen, dass sich der Fokus auf bestimmte Körperteile während des Schwungs kontraproduktiv auf die Gesamtbewegung auswirkt. Es ist besser seinen Fokus auf etwas zu lenken, was ausserhalb unseres Körpers ist. zB auf den Schlägerkopf, auf die Bahn die er zieht, von mir aus auf den Ballflug, auf den Schaft oder sogar, etwas schwieriger, auf den Griff (weil da die Hände drauf sind, und an die soll man ja nicht denken. :) Gedankenübung: Wie bewegt sich der Griff während eines Drives und wie bei einem Pitch? Ganz gleich? sicher?

Ich gehe noch weiter: Man kann einem Körperteil nicht befehlen, eine bestimmte Bewegung während des Schwungs zu ändern. Man muss etwas anderes tun, damit der Körper es (von selber oder gezwungenermaßen) tut. Und wenn es doch jemanden gelingt, hat er damit den natürlichen Prozess der Kommunikation zwischen Hand, Herz und Hirn unterbrochen und sogar erschwert. Den Lernfortschritt wird nicht beschleunigt, meist sogar blockiert. Warum dauert es so lange bis die vielen Golfseelen-Menschen den Ball besser treffen? Ihr Hcp nicht unter 28 bekommen obwohl sie regelmäßig auf die Range gehen, sich Tips aus Zeitschriften und YouTube holen, sich sogar Lehrern anvertrauen und fleissig ins Fitness-Studio gehen? 

Als Musiker, der sehr viel Zeit in diese Abläufe investiert hat, kann ich sagen, es gibt große Unterschiede, zwischen Üben und Üben. Und je detailreicher die Übungen auf dem Instrument sind (Range, shortgame, putten), desto schneller kann man das Stück auswendig spielen (Runde mit Freunden) und in weiterer Folge den Schritt auf die Bühne wagen (Turnier). Wie sagte mein lieber Gitarren-Prof. immer: ‚Wenn sie das Stück auswendig spielen können, können sie es anfangen üben‘!!! (Welch weise Worte, die ich erst sehr viel später verstand!)

Auf Golf bezogen: Wenn man Teilbereiche des Schwunges übt (Tonleitern) und nicht immer den ganzen Ballast des Stücks (Schwungs) mit einbezieht, besteht eine direktere Verbindung zum motorischen Gedächtnis. Die Muskeln werden wesentlich gezielter und entspannter trainiert. Durch den Fokus auf nur eine bestimmte Problematik stellt sich beim Üben auch ein meditativer Charakter ein, der die mentalen Fähigkeiten des Spielers verbessert. Wie am Instrument muss man natürlich auch das Stück (den Schwung) üben. Bei Golf ist es etwas einfacher, weil es eine Menge (Detail) Übungen gibt, bei dem das Stück sofort nach etwas klingt. (Der Ball fliegt.) Man muss sich nicht wochenlang mit Notensuchen beschäftigen. In weiterer Folge weniger oft mit Ball suchen .. :-)

Wie oben erwähnt, ist es nicht vernünftig, dem Körper zu „befehlen“, zu beauftragen, von ihm zu verlangen eine bestimmte Bewegung während des Schwungs auszuführen. ZB der oft zu hören und meiner Ansicht nach falsch verwendete Hinweis, rechte Schulter zurück oder unten lassen. Es ist praktisch unmöglich diesen Gedanken umzusetzen, weil das Schulter unten oder hinten lassen eine Folge von einer anderen Bewegung ist, die man ganz leicht ausführen kann.

Nun die Übung dazu: Versuche den Ball nach rechts zu spielen. Setup/Füße zum Ziel, Ball fliegt nach rechts. Wenn du nun beobachtest was der Körper macht, wird er in einer wundersamen Weise eine schon sehr „richtige“ Bewegung ausführen. Spezielle Übungen führen automatisch zur richtigen Bewegung. Der Körper findet automatisch den Schwung, der am besten zu ihm passt. 

Also, nicht denken, üben! Der Schwung muss dich finden!
Neugierig geworden? Freu mich auf anregende Gespräche!


Euer, Prof. Groover





Dienstag, 20. Oktober 2015

'Geführter Schlägerkopf' Zusammenfassung

Die wichtigsten Eckpunkte.

- ein Schlägerblatt, welches nicht geöffnet wird, muss auch nicht wieder geschlossen werden. 

- die radila/ulanre Belastung der rechten Hand lässt im Übergang nur eine gewisse Geschwindigkeit der Arme zu, um die Hände zu schonen.  (Ulnar 40Nm)

- eine nur dorsal gebeugte rechte Hand kann also wesentlich mehr Kraft aufnehmen und das zurückbleiben der Masse stärker ‚verkraften‘ … (140Nm) Die Hände erlauben so den Armen schneller zu werden. 

- ohne Highspeed Kamera nicht zu sehen und ohne Adaption des Griffs ist es nicht möglich, im Übergang in diese Stellung der Hände zu kommen, die mehr Masse aufnehmen können. Und dadurch mehr Kraft haben. Die Hände schützen sich vor der zurückbleibenden Masse des Schlägers, in dem sie den Armen kommunizieren, wie schnell sie werden dürfen.


- Die Kopplung des älter werdenden Menschen, der noch etwas dazu lernen will, funktioniert nicht über die Körperarbeit. Sie funktioniert nur über das Verstehen, wo die SCHLK Geschwindigkeit wirklich herkommt. Eben aus der Stellung der Hände, die mehr Masse aufnehmen können. Die allgemeine Lehre geht davon aus, wenn der Körper alles richtig macht, werden die Arme und Hände schon folgen. Das ist leider der größte Irrtum. Es ist genau umgekehrt … wenn die Hände verstanden haben, in welcher Stellung sie am meisten belastbar sind, wird den Armen erlaubt, schneller zu werden und interessanterweise kann der (Unter)Körper nichts anderes tun, als dieses 'Schneller-Werden-Wollen' zu unterstützen. Ganz automatisch. Auch hier ist es das gleiche Thema, die Hüfte wird nur so viel unterstützen, wie es die Gesamtstruktur des Körper aushält.

In den nächsten Blogs werden Übungen gezeigt, wie man in die Stellung der Hände kommt, die es den Armen erlauben schneller zu werden.

Mit Gruß
Prof. Groover

Freitag, 27. März 2015

Der geführte Schlägerkopf: Zahlen, Fakten.

„Der geführte Schlägerkopf“ ist eine Schwungidee, bei der beschrieben wird, nahezu keine Unterarmrotation zu verwenden. Durch eine leichte Adaptierung des Griffs und geeigneter Führung des Schlägers, muss der Schlägerkopf im Aufschwung nicht geöffnet und somit im Abschwung auch nicht wieder geschlossen werden. Die Streuung wird minimiert, der Schwung ist weniger timing-abhängig.

Der geführte Schlägerkopf zeichnet sich durch die Bewegung der Hände von links nach rechts, bzw. von rechts nach links aus. Durch den weitgehenden Verzicht auf raial/ulnare Bewegung der re. Hand (zum Daumen u. Kleinfinger hin oder 'rauf und runter'), spürt man im Übergang und Abschwung, besser die Flexion des Schaftes und das Wichtigste: die Handgelenke halten in dieser Stellung mehr Druck aus.

Nun, wie kann man die Arme 'rauf und runter' bringen, wenn sich die Hände nur rechts/links bewegen sollen?
Berechtigte Frage :)

Zuerst ein paar Zahlen: Die radial/ulnare Bewegung der Hände kann nur 20Nm Drehmoment aufbringen. Palmar/dorsal-flexion (Abschwung), linke Hand (nach außen), von palmar nach dorsal, vom Körper weg, 40Nm; rechte Hand (nach innen), von dorsal nach palmar, zum Körper hin, fantastische 130Nm (!). In der herkömmliche Lehre, durch verwenden der sog. Unterarm-Rotation und des Griffs, bei dem die rechte Beuge der Handfläche auf dem linken Daumen sitzt, werden die Hände vor und nach Beginn des Abschwungs ulnar und radial bewegt. Wie wir soeben gesehen haben, haben die Handgelenke in dieser Stellung wenig Kraft zur Verfügung, dem Druck, den der zurückbleibende Schläger erzeugt, entgegen zu wirken. Das Ergebnis: Wir werden mit den Armen nur so schnell werden, wie es die Handgelenke zulassen. Meist bekommt der Körper dadurch im Abschwung eine Rolle zugeteilt, die ihm gar nicht zusteht (Kompensation der eher kraftlosen Stellung der Handgelenke). Er soll eine Position für die Arme schaffen, damit diese schneller werden können, was sie gar nicht wollen!!!! (um die HG zu schonen. 20Nm) Wir wissen, was sich der Körper alles einfallen läßt, um möglichst bald in die genussreiche Position der Hände, in die kraftvolle Bewegung von rechts nach links zu kommen (130Nm). Doch es ist zu spät. Wir können keinen Einfluss mehr nehmen.

Den Schläger bereits vor und nach Beginn des Abschwungs rechts dorsal zu spüren, wie die Lehre des „Geführten Schlägerkopfs“ verspricht, verleiht eine gelassenere Einleitung des Schwungs; Man kommt sofort in den Genuss den Flex des Schaftes - die Peitsche des Schlägers - mit einer Position der Handgelenke zu spüren, die in seiner Beuge ein besseres „Schneller Werden“ der Arme zulassen. Der Körper bekommt ebenfalls seine Rolle die ihm zusteht; Die Arme beim 'Schneller-Werden-Wollen' zu unterstützen. Er merkt auch plötzlich, dass genügend Kraft in den Händen zur Verfügung steht und wird dem Wunsch nicht im Weg stehen. Die ideale Kopplung von den Händen aus gelernt.

Dass Suchen und 'Spüren Wollen' des Flexes mit einer kraftlosen Stellung der Handgelenke und dem daraus resultierenden kompensatorischem Verhalten des Körpers gehört der Vergangenheit an. Immer versuchen wir eine Körperbewegung zu finden, welche die Arme schneller macht. Die wollen aber gar nicht schneller werden! Nun kann man sich vielleicht vorstellen, was dabei herauskommt.

Und das Beste daran: Der geführte Schlägerkopf vermittelt gleiche Schlagweiten wie bisher, mit nur halben Bewegungsaufwand. Die mangelnden Bewegungen und Koordination des Körpers, die bisher als Schuldige für unsere Streuung und kurze Weiten herhalten mussten, egal welchen Alters, sind frei gesprochen.


Gewöhnen sie sich bitte nur langsam daran, dass sie mit vollem Schwung Weiten erzielen, von denen sie bisher nur geträumt, oder ihre Flightpartner beneidet haben.